GRÜNE: LEP-Änderungen sind KO-Schlag für Flächenschutz

Die bündnisgrüne Fraktion im Mettmanner Kreistag wehrt sich gegen die von der neuen Landesregierung vorgesehenen Änderungen im Landesentwicklungsplan (LEP). Sie befürchten mit Umsetzung der bisherigen Planungen auf viele Jahre hinaus einen landesweiten Verlust von wertvollen Natur- und Freiflächen zugunsten einer weiteren Bebauung und Versiegelung auch im Außenbereich der Städte. 

„Umso angenehmer überrascht sind wir von der aktuell in der kommenden Kreistagssitzung am 09.07.2018 von der Kreisverwaltung zur Entscheidung vorgestellten Entwurf einer Stellungnahme des Kreises Mettmann zum LEP-Entwurf“, berichtet Fraktionsvorsitzender Bernhard Ibold und ergänzt: „Denn hier finden wir eine deutliche Kritik an der vorgesehenen Landespolitik des entfesselten Flächenschutzes. Dagegen will sich nun auch der Kreis über die Regional- und Bauleitplanung für den Erhalt des Grundsatzes eine flächensparende Siedlungsentwicklung einsetzen und am bisherigen Ziel festhalten, das tägliche Wachstum der Siedlungs- und Verkehrsflächen bis zum Jahr 2020 auf fünf Hektar zu begrenzen.“ 

GRÜNEN Umweltpolitiker Felix Gorris weist jedoch auch darauf hin, dass die Stellungnahme der Kreisverwaltung teilweise nicht deutlich genug ist. Hier unterstreicht er die in den LEP-Änderungen zurückgedrängte Windenergienutzung, bei der er in Bezug auf eine nachhaltige Entwicklung in NRW einen deutlichen Rückschritt sieht. 

Nun sind die KreisGRÜNEN sehr gespannt auf das Abstimmungsverhalten der CDU-FDP-Landtagsmitglieder aus dem Kreis Mettmann zu den LEP-Änderungen.

 

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