GRÜNE: Biomethangas vor Ort produzieren

Die GRÜNE Landratskandidatin Martina Köster-Flashar ist irritiert: „Die CDU will künftig eine zentralisierte Gaslieferung für alle Kreisgebäude mit einem Verhältnis von 70% Erdgas und 30% Biogas und einem jährlichen Anstieg um 10% Biogas umsetzen. Den eingesparten Preis zwischen dem kostengünstigeren Erdgas und einem möglichen Ökogas-Bezug will sie für lokale Klimaschutzprojekte einsetzen. Warum investiert die CDU dann nicht direkt in das klimaentlastende Original und bezieht zu 100% Biogas?“
Martina Köster-Flashar bringt noch eine grundsätzliche Alternative ins Gespräch: „Der Kreis ist anteilig an der Kompostierungsanlage KDM in Ratingen beteiligt. Hier stehen jährlich rund 60.000 Tonnen Bioabfälle zur Verfügung. Diese Abfälle werden zu Kompost verarbeitet, ohne die vorhandenen Energie ‘Methangas’ zu gewinnen. Zudem entweichen bei der aktuellen Abfallbehandlung auch noch klimaschädliche Gase. Stattdessen könnte der Kreis aus diesen Bioabfällen Biogas produzieren, da die Menge zur Wärmeversorgung aller kreiseigenen Gebäude mehr als ausreichen würde. Eine Investition in den dazu benötigten Anlagenbau dürfte sich wegen der aktuell sehr hohen Biogas-Marktpreise dann schon nach einigen Jahren rentieren.“

 

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