GRÜNE: Zusammenarbeit zwischen Kreis und Städten stärken

In der vergangenen Kreistagssitzung hatten die Bürgermeister aus Langenfeld und Hilden die Position der Bürgermeisterkonferenz zum Kreisdoppelhaushalt 2020/2021 dargestellt und hierzu die Sichtweisen der Städte auch mit praktischen Beispielen zu den konkreten Auswirkungen vor Ort untermauert.

“Das zeigt uns: Auch im Zeichen der Digitalisierung verliert das persönliche Wort im Gespräch nicht an Bedeutung. Bisher haben wir im Kreis stets ausführliche schriftliche Stellungnahmen der Städte zu den Haushaltsberatungen erhalten. Jetzt hat sich aber gezeigt, dass eine ergänzende mündliche und persönliche Aussprache im Kreistag zum gegenseitigen Verständnis beiträgt. Denn die verschiedenen Positionen werden unmittelbar von beiden Seiten betrachtet, so dass das die Meinungen direkt aufeinander treffen und darüber gegenseitiges Verständnis gefördert wird”, kommentieren Bernhard Ibold und Martina Köster-Flashar, die beiden Vorsitzenden der bündnisgrünen Kreistagsfraktion.

Bei der einmaligen Aussprache wollen es die GRÜNEN daher auch nicht belassen. Sie bringen nun mehrere Anträge in die kommende Kreistagssitzung am 30.03.2020 ein, um die erweitere Form des Dialoges dauerhaft im Kreistag zu stärken und fest zu etablieren.

So wird der Landrat gebeten, Vertreter der Bürgermeisterkonferenz bereits frühzeitig mit Beginn der Haushaltsberatungen zur mündlichen Aussprache in den Kreistag einzuladen. Damit soll unterstützt werden, dass die schriftlich eingereichten Positionen der Städte im Gespräch erörtert und in diesem Austausch gleich auch mögliche Kompromisse gefunden werden.

Zudem schlagen die GRÜNEN den praktischen Ausbau der Kooperationen zwischen Kreis und Städten vor: “Hier sehen wir geeignete Initiativen natürlich im Rahmen des immer auch stadtübergreifenden Umwelt- und Klimaschutzes, im sozialen Bereich zum Beispiel die Förderung des erschwinglichen Wohnungsbaues und Unterstützung langzeitarbeitsloser Menschen, im wirtschaftlichen Bereich etwa die Zusammenarbeit in größeren Einkaufsgemeinschaften zur Umsetzung günstigerer Preisstrukturen und Vermeidung doppelter Kosten”, unterstreicht Ibold mögliche Ideen.

Nun sind Landrat und Kreisverwaltung am Zug: Die GRÜNEN regen zum Start die Durchführung eines Kreativ-Workshops mit den kreisangehörigen Städten zur gemeinsamen Erarbeitung neuer Kooperationsmodelle an.

Den Antrag finden Sie gleich hier.

 

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