GRÜNE: Sichere Häfen im Kreis Mettmann

In einem Antrag für den nächsten Kreistag fordern die Grünen den Landrat des Kreises Mettmann auf, sich bei den Bürgermeistern der kreisangehörigen Städte für die Aufnahme von Menschen aus den Flüchtlingslagern in Griechenland einzusetzen und sich dem Bündnis ‚Sichere Häfen‘ anzuschließen.
Die Lage in den Flüchtlingslagern in Griechenland spitzt sich immer weiter zu. Besonders Schutzbedürftige müssen unter menschenunwürdigen Bedingungen auf den Inseln ausharren. Es gibt kaum sanitäre Einrichtungen oder notwendige Infrastruktur. Die Essensversorgung ist ungenügend. Auch Kinder müssen in bitterer Kälte ohne jeglichen Schutz unter freiem Himmel schlafen.
Als wären diese Lebensumstände nicht schon schwierig genug, stellt nun die Verbreitung des Corona-Virus für die dort Lebenden eine neue noch größere Gefahr dar. „Es ist nur eine Frage der Zeit, bis das Virus das Flüchtlingslager Moria erreicht und wir durch die mangelnden medizinischen Zustände ein weitaus größeres Elend erleben werden“, ist sich die
GRÜNE Landratskandidatin und stellvertretende Vorsitzende der Kreistagsfraktion Martina Köster-Flashar sicher.
Aus diesem Grund appelliert die GRÜNE Kreistagsfraktion an die Verantwortung der Bürgermeister der kreisangehörigen Städte und weist sie darauf hin, dass sie als Kommunen ein Zeichnen setzen können, indem sie sich dem Bündnis ‚Sichere Häfen‘ anschließen. Mehr als 140 Kommunen sind diesem Bündnis bereits beigetreten. Sie erklären sich bereit, unabhängig von der Verteilung durch die Bundesregierung, besonders schutzbedürftige geflüchtete Menschen zusätzlich aufzunehmen. Einige kreisangehörige Städte wie Monheim, Velbert, Haan haben bereits die Initiative ergriffen und diesbezüglich Anträge gestellt bzw. verabschiedet. In Wülfrath wollen die Grünen demnächst einen ähnlich lautenden Antrag stellen. Weitere Städte sind aufnahmebereit, denn viele Aufnahmeeinrichtungen stehen leer.
In ihrem Antrag verweisen die GRÜNEN auf die im Jahr 2015 sehr gute Zusammenarbeit des Landrates mit den Städten des Kreises und den vielen Ehrenamtlichen, die damals die Herausforderung der Unterbringung zahlreicher geflüchteter Menschen erfolgreich gemeistert haben. „Wir können dazu beitragen, dass diese Menschen nicht weiter unter schrecklichsten Bedingungen in den Lagern leben müssen“, begründet Schabestan Gafori, sachkundige Bürgerin im Ausschuss für Ordnungsangelegenheiten und Verbraucherschutz die Initiative der GRÜNEN.


 

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