Nicht zu früh aus dem Home-Office, raten die GRÜNEN aus dem Kreis Mettmann.

Home-Office: Chancen jetzt nutzen

Gerade zu Zeiten der Corona-Krise, sehen die Arbeitgeber*innen, was alles möglich ist: Dienstreisen können auf Videokonferenz umgestellt werden, die Staus sind von den Straßen verschwunden. Die Anzahl an mobilen Arbeitsplätzen hat sich schlagartig verdoppelt.

Für die Bevölkerung bietet das eine Chance, die Umwelt auch zukünftig ohne unnötige Fahrtwege stärker zu entlasten und Wege zu vermeiden. Die GRÜNEN im Kreis Mettmann begrüßen das Vorhaben von Bundesarbeitsminister Hubertus Heil, ein gesetzliches Recht auf Home-Office zu schaffen. Jedoch gehen ihnen die Pläne nicht weit genug.

Die Vorteile liegen auf der Hand, meint Hartmut Toska, GRÜNES Mitglied im Kreistag. Der Hildener ist seit Jahren ein Verfechter des Home-Offices und kennt die Vorteile: „Bessere Vereinbarung von Familie und Beruf. Weniger Wegezeit und dafür Zeit für die Familie. Mehr Lebensqualität, eine Entlastung der Verkehrsinfrastruktur sowie der Umwelt. Auch weil Mitarbeiter*innen die Möglichkeit haben Stoßzeiten zu vermeiden und beispielsweise die ersten Stunden des Tages von zu Hause aus zu arbeiten, um erst später zum Termin aufzubrechen. 

Auch können Menschen mit Handicaps am Arbeitsleben einfacher teilnehmen“, zählt er auf.

Dabei müsse nicht jeder fünf Tage die Woche und acht Stunden am Tag zuhause arbeiten. Beim „Mobile-Working“ sei beispielsweise Flexibilität möglich, „Dabei wird auch normalerweise eine Präsenzpflicht mit der Mitarbeiter*in vereinbart“, sagt Hartmut Toska.

Bringe die Arbeit zum Menschen und nicht den Menschen zur Arbeit

Hartmut geht noch weiter: „Wir sollten Home-Office nicht nur als Arbeiten von zu Hause betrachten.“ In Anbetracht der vielen Pendlerstrecken, die allein in NRW gefahren werden, schlägt er Möglichkeiten vor, sodass Menschen Büroflächen in ihren Wohnumfeld besuchen könnten. „Meine Vision ist, dass es Büroflächen gibt, auf die Mitarbeiter von verschiedenen Firmen tage- oder stundenweise zugreifen.“ Das würde über das momentane Angebot von Co-Working-Spaces hinausgehen und auch Menschen jenseits von Großstädten versorgen

Was die Politik machen kann: Der Kreis könne als gutes Beispiel vorgehen und seinen Mitarbeitern Home-Office in Form von Mobile Working oder Telearbeit anbieten, sagt Hartmut Toska. Die Voraussetzungen (digitale Verwaltung) müssten jedoch erst geschaffen werden. Die Politik kann zudem den Ausbau der digitalen Verwaltung bis auf kommunaler Ebene fördern. „Dadurch können vom Bürger mehr Dienste der Verwaltung online in Anspruch genommen werden, was wiederum den Face-To-Face-Kontakt von Verwaltungsmitarbeitern und Kunden reduziere“, so der Hildener.

Schon vor der Krise haben die GRÜNEN im Kreis Mettmann das Home-Office im Programm für die Kommunalwahl 2020 thematisiert. Mehr dazu hier

 

 

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