Regionalrat: GRÜNE weisen auf Widerspruch beim Abstimmungsverhalten hin

Kreistagsabgeordnete von SPD und CDU stimmen für Flächenausweisung

Martina Köster-Flashar, GRÜNE Landratskandidatin und Mitglied im Regionalrat, ist noch immer fassungslos: “Die CDU-FDP-Freie Wähler-Mehrheit hat mit den Stimmen der SPD im Regionalrat alle von der Bezirksregierung in die Regionalplan eingebrachten Freiflächen durchgewunken. Es ist unglaublich: Obwohl betroffene Stadträte in unserem Kreis und auch der Kreistag bei zahlreichen Flächen nach mehrmonatigen Beratungen ein ablehnendes Votum beschlossen haben, um die Freiflächen so dauerhaft zu sichern, ignoriert der jetzt gefasste Beschluss in dem übergeordneten Gremium diese Zielsetzungen vor Ort in den kreisangehörigen Städten. Wir reden hier von 15 zusätzlichen Flächen mit über 295 Hektar im Kreis gegenüber dem bisherigen Regionalplan. Dies entspricht zur besseren Vorstellungen einer Fläche von knapp 413 Fußballfeldern, die nun in die langfristigen Planungen aufgenommen werden.”

Bernhard Ibold, GRÜNEN Fraktionsvorsitzender im Kreistag, weist darauf hin, dass der Kreis Mettmann schon jetzt der am dichtesten besiedelte Landkreis in Deutschland ist und fragt: “Wie soll denn der von uns allen spürbare Klimawandel wirkungsvoll vor Ort begrenzt werden, wenn immer mehr wertvolle Freiflächen und Frischluftschneisen weiteren Bauplanungen zum Opfer fallen?”

Den Widerspruch greift Martina Köster-Flashar auf und ergänzt: “Da werden von der Kreisverwaltung und den Städten wortreiche Klimaschutzkonzepte erstellt, während die Landschaft von übergeordneter Stelle der Landes- und Bezirksregierung munter weiter verbaut werden soll. Das passt nicht zusammen und gefährdet unsere Natur- und Umweltschutzaktivitäten vor Ort. Deshalb wollen wir GRÜNEN in den betroffenen kreisangehörigen Städten nun dafür sorgen, dass die von der Mehrheit im Regionalrat beschlossenen Flächenplanungen nicht umgesetzt werden. Erschreckend ist übrigens dabei, dass Abgeordnete von CDU und SPD entgegen ihrer Ablehnung im Kreistag nun im Regionalrat den Planungen zugestimmt haben.“

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